„Entflammt vom Feuer des Geistes“

Als sich am Samstagabend die Türen der Augustinerkirche zum Nightfever öffneten, hatten die Aktiven schon einen langen Tag hinter sich.
Seit dem Morgen hatten sie an einem Workshop mit Andreas Süß – mittlerweile Subregens des Kölner Priesterseminars – dem Mitbegründer von Nightfever teilgenommen. So konnten sich die Mainzer mit einem der Initiatoren austauschen, die den Stein „damals“ im Zuge des Kölner Weltjugendtages ins Rollen gebracht hatten, nichts ahnend, wie begeistert die Idee des Nightfevers bald in ganz Deutschland und weit darüber hinaus aufgegriffen werden würde. Ganz konkret wußte Andreas Süß auch einiges über seinen Erfahrungen in der Neuevangelisierung am Rande der Olympischen Spiele in London zu berichten.
Und er reiste danach nicht etwa ab, sondern blieb den ganzen Abend bei den Mainzern, nicht zuletzt als Hauptzelebrant des eröffenenden Gottesdienstes, der mit seiner Predigt einen Bogen vom Christkönigsfest hin zum Nightfever schlug, das uns, in Brotsgestalt, den wahren König der Könige, der so ganz anders ist als die gekrönten Häupter dieser Welt, vor Augen stellt.
Um Christus als das Zentrum von Nightfever zu entdecken bedarf es keiner großen Anleitung oder Katechese, allein ein Innehalten und die Bereitschaft sich dem Herrn zu öffnen genügen. Die Aktiven draußen auf der Augustinerstraße laden die Menschen ein, hereinzukommen – aber der Gastgeber ist Christus selbst, der uns nah sein will, der sich uns schenken möchte – wenn wir ihn nur lassen. Und wer mit den Mitmachern beim Nightfever spricht, der spürt die große Freude, die der Heilige Geist in ihnen entzündet hat und die darauf drängt geteilt und mitgeteilt zu werden, um auch andere neu für Christus zu entflammen. Und die vielen die hineingingen, konnten sich, geführt vom warmen Licht des Kerzenmeeres um den Altar, der geheimnisvollen Wirklichkeit Gottes in der Mitte seiner Kirche nähern, dort ein Licht entzünden, beten und verweilen – sei es für Momente oder gleich für Stunden.
So konnte Andreas Süß sich einen Tag und eine Nacht lang überzeugen, dass die Idee des Nightfevers bei den Mainzern in besten Händen ist und weiterhin Mitmacher und Besucher gleichermassen begeistert und berührt.

Von Michael Stärk

Galerie 24. November 2012