Das spricht auch keine typischen Kirchgänger an - so wie uns.“ Alina, 21
Wir wurden so freundlich und warmherzig gefragt. Da kann man nicht Nein sagen.“ Dominik, 21
Wir laden jeden ein, egal, wer er ist und was er glaubt.“ Veronika, 24
Es ist ein guter Ort, um Ruhe zu finden.“ Alina, 21
Man kann alles andere ausblenden und die besinnliche Stimmung und warme Atmosphäre wirken lassen.“ Dominik, 21

Predigten


Predigtgedanken von Robert Mayr am 07.12.2013

Im „Landeanflug auf Weihnachten“ befinde man sich im Advent, sagte Domvikar Robert Mayr in seiner Ansprache während des Nightfever am 7. Dezember. „Habe ich den besonderen Charakter des Advents bereits gespürt? Den christlichen Charakter: Sich innerlich ausrichten auf Gott?“ Auf dem Advents-Weg begleiten dafür biblische Personen, die in Tages-Lesung und -Evangelium auftraten.

Zum einen Johannes der Täufer: Ausdruck der Umkehr sei für ihn die Taufe. Frucht solle sie hervorbringen mit dem Ziel, „sich zu Gott hinwenden, Orientierung für das Leben bei ihm finden, ihn als Gott anerkennen.“ Durch die Taufe, die Jesus mit dem Heiligen Geist spenden, werde man „in die Wirkkraft des Geistes Gottes hineingenommen.“ Auch sei Jesus, der zudem mit Feuer tauft, „Richter am Ende der Zeit“. „Das, was Menschen tun, wie sie miteinander umgehen, ist kein Kinderspiel. Es hat Auswirkungen – auch vor Gott am Jüngsten Tag.“

Zum anderen begleite der Prophet Jesaia. Er spende Drohworte und verheißungsvolle Worte. Eines der schönsten sei das, bei dem der Wolf mit dem Lamm zusammen ist, ohne es aufzufressen. „Eine Partnerschaft der Koexistenz“, die auf den Mensch übertragbar sei. Im Advent steckte die „Vision, dass es gerechter werden soll auf dieser Erde. Und es steckt die Sicht darin, dass es gerechter wird, wo im Sinne Gottes gelebt und gehandelt wird. Dort entsteht ein gutes Miteinander unter den Menschen.“

Schließlich appellierte Domvikar Mayr: „Wir sind da auf dem Weg. Advent – ‚adveniat regnum tuum‘ – ‚Dein Reich komme‘ – ‚Dein Reich möge kommen!‘ Das Reich Gottes ist dort, wo Gott zur Wirkung kommt! Es braucht Frauen und Männer, die im Geiste Gottes leben und sich einbringen. Wir sind diese, die wir die Berufung haben als Christen zu leben.“ Und weiter: „Der Glaube an Gott gibt dem Menschen Gutes!“ Er gebe Halt innerhalb der vielfältigen Herausforderungen, fördere eine Verbindlichkeit, die sich gut auswirke in der eigenen Person, beim Glaubenden selbst und in seinem Umgang mit anderen. „Wo wirklicher Glauben ist, steht hinter Worten auch das Entsprechende.“

Predigtgedanken von Detlef Pötzl am 12.10.2013

Diözesanjugendpfarrer Detlef Pötzl dachte in seiner Ansprache über das Evangelium der zehn geheilten Aussätzigen (Lk 17,11-19) nach.

„Im Evangelium begegnen uns Menschen, die in größte Not geraten sind. In einer ausweglosen Situation sind sie bereit, sich an jeden Strohhalm zu klammern. In dieser Situation begegnet ihnen Jesus.“ Auf diesen „Wunderheiler“ setzen sie ihre Hoffnung. „Die Not hat sie beten gelehrt“, stellte Pötzl fest und fragte nachdenklich: Ob sie in dieser Not auch zu glauben gelernt haben? Ernüchternd konstatierte er: „Für neun von zehn Geheilten bleibt das, was sie erfahren durften, folgenlos! Diese neun, denen Gott sich in seiner Liebe zugewandt hat, sind ganz auf sich selbst bezogen. Dass es um ihr Heilwerden im umfassenden Sinn geht, nehmen sie überhaupt nicht wahr.“ Gerade ein als ungläubig verschriener Samariter erkenne, „dass ihm in der Begegnung mit Jesus unendlich viel mehr geschenkt wird als nur die äußere Heilung. Die Erfahrung, dem heilenden Gott begegnet zu sein, bewahrt ihn davor, in die Normalität seines alten Lebens zurückzufallen.“

Zum Glauben führe die Umkehr, die im Inneren des Herzens vollzogen werde, so Pötzl. „Weder Not und Bedrängnis, noch beglückende und erhebende Stunden sind es, die den Glauben bewirken könnten. Und doch können diese Erfahrungen zu Wendepunkten werden in der persönlichen Heilsgeschichte eines jeden Men-schen: wenn sie das, was bisher selbstverständlich war in einem neuen Licht erscheinen lassen. Wer das erfährt, wird wie der Samariter zu einem dankbaren Menschen – zu einem Menschen, der umkehrt und sich mit seiner ganzen Existenz auf Jesus Christus ausrichtet, weil er es ist, der ihm die Liebe Gottes als neue Lebensperspektive erschlossen hat.

Predigtgedanken von Robert Mayr am 06.07.2013

„Der Mensch wir des Weges geführt, den er wählt.“ Über diesen Gedanken aus der jüdischen Weisheit dachte Domvikar Robert Mayr in seiner Ansprache bei der eröffnenden Messe zum „Nightfever“ nach.

Mayr betonte, dass „wir alle als Menschen unterwegs sind“ und uns auf dem Lebensweg zu entscheiden haben. Der Mensch dürfe darauf vertrauen, dass Gott ihn führe. Wichtig sei aber, wofür sich der Mensch entscheide: „Wo ich etwas tue, was meinem Wesen entspricht, so wie Gott mich gedacht hat, da bestärkt mich Gott. Da gibt er mir Kraft dazu. Da kann er mich leiten – weil ja das zum Leben kommt, war er in mir angelegt hat. Gott hat mir eben die Fähigkeit zum Erkennen gegeben, er hat mir einen Raum der Freiheit gegeben.“

Wichtig sei, dass wir uns in unserer Freiheit für den entscheiden, der sage „Ich bin der Weg“. So werde Jesus Christus für jeden individuell zum Weg. Mayr ermutigte die Gottesdienstbesucher beim anschließenden „Nightfever“-Gebet in ihren Anliegen zu Jesus zu beten.